23. Die Gili Inseln - das Paradies der Nichtstuer.
Nach unserem Ausflug nach Lombok folgten wir dem Rat aller Online-Reiseführer und planten ein paar Tage auf den benachbarten Gili-Inseln. Diese drei dicht beieinander liegenden Inseln sind jeweils gerade mal so groß, dass man sie in zwei Stunden umlaufen hat. Scooter gibt es dort nicht, nur Pferdekutschen und Fahrräder. Wir hatten uns eine kleine Unterkunft auf der größten Insel, Gili Trawangan, gemietet. Die Jungs, die das Hostel betrieben, waren super freundlich, wirkten aber den ganzen Tag irgendwie bekifft. Kein Wunder - auf der Insel gilt das Drogenverbot nicht wirklich und es werden sogar offiziell in Bars und Cafès Magic Mushrooms angeboten. Verrückt.
Gili Trawangan entpuppte sich als Touristenhochburg, entlang des Hafens gab es viele westlich angehauchte Cafès, Restaurantes und Bars und wir hörten die Leute hauptsächlich Deutsch, Französisch und Spanisch reden. Um die Insel zu erkunden liehen wir uns ein Fahrrad. Wir fuhren am Strand entlang und passierten eine Strandbar nach der nächsten, von totschick über romantisch bis hin zu entspannter Sitzsackmöbelierung war alles dabei. Irgendwann bogen wir ins Innere der Insel. Hier standen kaum mehr schicke Homestays und Bungalows. Hier fanden wir notdürftig errichtete Bambushütten und mehrköpfige Familien, die vor ihnen saßen auf ihrem spärlichen Fleckchen Grün und uns überrascht anstarrten. Die Ponys, die unter grausamen Bedingungen die Kutschen zogen, standen ebenfalls in einem Garten um den notdürftig ein handgeschlagener Zaun errichtet wurde. Plastikmüll lag auch hier rum aber größer waren die Haufen mit verrottenden Kokosnüssen und Bananenblättern. Der ganze Anblick erinnerte irgendwie an's Mittelalter und die fast schon vorwurfsvollen Blicke der Locals ließen uns wirklich unwohl fühlen. So versuchten wir schleunigst wieder auf die offiziellen Wege zu kommen.
Am Nachmittag stand uns der Sinn nach ein klein wenig Action: Wir wollten Stand Up Paddling ausprobieren. Eigentlich sollte das doch nicht schwer sein aber weiter draußen auf dem Wasser sahen wir die Leute reihenweise von ihren Boards fallen und wir bekamen etwas Respekt. Der junge Local, der uns die Boards verlieh, erklärte uns ungefähr so unkompliziert wie wir es uns vorgestellt hatten, wie man am besten auf das Brett kommt: Hinknien, Paddel in beide Hände nehmen, Aufstehen, Fertig. Mit etwas Überwindung fiel es uns auch ungefähr so leicht, wie der Junge es uns erklärt hatte und so schipperten wir bestimmt eine Stunde über das kristallklare Wasser unter uns. Ein wirklich meditativer und nur leicht anstrengender Sport. Auf dem Weg zum Strand zurück geriet Anne durch die Strömung in den Bereich der Surfer - dort wo die Wellen auch größer waren. Und zack, war eine da, überraschte sie und schmiss sie vom Brett. Das Gefühl in einer Waschmaschine zu stecken, keine Ahnung mehr zu haben, wo oben und unten ist und nur eine Schlinge am Bein zu spüren, an der ein Board zerrt, vernichtete jede potentielle Motivation Surfen zu lernen. Zu allem Überfluss verlor Anne auch noch ihre Sonnenbrille (mit Sehstärke!) und nachdem sie sich noch von weiteren Wellen attackiert an den Strand zurück gekämpft hatte (wohlbemerkt: blind), war der Tag für sie gelaufen.
Für den nächsten Tag stand der Besuch einer weiteren Gili Insel auf unserem Programm. Gili Meno liegt gleich neben Glili Trawangan und sieht von oben aus wie ein kleiner Donut, weil in der Mitte ein See liegt. Kein besonders schöner, wie wir feststellen mussten, aber dank dem Besuch des Sees fanden wir eine tolle Creative Area, von Locals errichtet, welche dort aus allem erdenklichen Müll Kunst erschufen. Wir unterhielten uns angenehm mit ihnen und bekamen einen erfrischenden Watermelon-Juice serviert.
Ein weiteres Abenteuer war das Schnorcheln auf Gili Meno. Nachdem wir ein Feld aus Seeigeln überquert hatten stießen wir auf eine Sandbank, welche aus aufgeschütteten Korallenresten bestand. Dort reichte uns das Wasser gerade bis Mitte der Wade und wir mussten mit unseren Flossen schwermütig darüber laufen. Zu unserer Freude begleiteten uns auf diesem Weg ein paar kleine Haie. Hinter dieser Korallenbank erstreckte sich ein wirklich schönes Riff. Alles war halbwegs in Takt und es schwommen so viele bunte Fischarten umher, dass uns fast die Luft wegblieb. Lange ließen wir uns treiben und beobachteten das Schauspiel, konnten kaum genug davon bekommen. Hauptsächlich sahen wir viele bunte Fische aber plötzlich zeigte sich ein Tier, von welchem wir so sehr gehofft hatten, es zu sehen: eine Hawksbill Seaturtle! Also eine Schildkrötenart, um die wir uns auch im TCEC gekümmert hatten und sie lag friedlich da und knabberte Korallen ca. 7m unter uns. Uns begegnete noch eine Schildi, die fröhlich durch das Riff schwamm. Sie ließ sich gar nicht von uns zwei neugierigen Beobachtern stören und wir waren einfach nur richtig glücklich die Tiere einmal in freier Wildbahn gesehen zu haben.
Für die dritte Insel, Gili Air, hatten wir leider keine Zeit mehr. Am dritten Tag ging es dann schon mit einem Boot zurück nach Bali. Auf dem Sonnendeck haben wir uns schön asymetrisch die Bäuche verbrannt, wurden mit den Partyremixen der letzten 8 Jahre beschallt und mussten dann zu guter Letzt den Shuttelbusfahrer überzeugen, uns nicht aus dem Bus zu werfen, nur weil ihm der Weg zu unserem Haus zu kompliziert war.
Nun verbringen wir entspannte 2-3 Tage auf Bali bis es endlich auf die Komodo Inseln geht - Annes größter Wunsch. Wir sind schon ganz aufgeregt und wissen, dass wir im Notfall im Zick-Zack rennen müssen.
Fortsetzung folgt...
Für die dritte Insel, Gili Air, hatten wir leider keine Zeit mehr. Am dritten Tag ging es dann schon mit einem Boot zurück nach Bali. Auf dem Sonnendeck haben wir uns schön asymetrisch die Bäuche verbrannt, wurden mit den Partyremixen der letzten 8 Jahre beschallt und mussten dann zu guter Letzt den Shuttelbusfahrer überzeugen, uns nicht aus dem Bus zu werfen, nur weil ihm der Weg zu unserem Haus zu kompliziert war.
Nun verbringen wir entspannte 2-3 Tage auf Bali bis es endlich auf die Komodo Inseln geht - Annes größter Wunsch. Wir sind schon ganz aufgeregt und wissen, dass wir im Notfall im Zick-Zack rennen müssen.
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