19. Unser Roadtrip durch den Norden
Wir müssen euch vom vergangen Wochenende erzählen!
Am Freitag bekamen wir frei, damit wir früh starten konnten, denn unser Weg sollte nicht ohne sein. Nach leichten Startschwierigkeiten sattelten wir unsere Rucksäcke, schwangen uns auf die Roller und bezwangen die 90km, die für diesen Tag vorgesehen waren. Unser Weg führte uns durch Zentral- und Nordbali. Wir fuhren durch Gebirge und sahen saftig grüne Landschaften. Die Straßen in den Bergen brachten sehr frische Luft mit sich aber auch tolle Aussichten. Wir pausierten in einem Bergdorf und bestaunten den Wassertempel Pura Ulun Danu Beratan Bedugul.
Das Tagesziel war die Stadt Lovina an der Nordküste. Wir erreichten sie gegen 17 Uhr und bezogen unser AirBnb Haus und nahmen erstmal eine schöne, warme Dusche. Den Abend verbrachten wir am Strand. Dort angekommen, wurden wir von einem Local angesprochen, ob wir am nächsten Morgen Lust auf eine Delfin-Beobachtungs-Tour hätten und wir willigten spontan ein. (Naja...spontan klingt etwas untertrieben, denn für Sarah war das schon ein großes Ding. )
Das Tagesziel war die Stadt Lovina an der Nordküste. Wir erreichten sie gegen 17 Uhr und bezogen unser AirBnb Haus und nahmen erstmal eine schöne, warme Dusche. Den Abend verbrachten wir am Strand. Dort angekommen, wurden wir von einem Local angesprochen, ob wir am nächsten Morgen Lust auf eine Delfin-Beobachtungs-Tour hätten und wir willigten spontan ein. (Naja...spontan klingt etwas untertrieben, denn für Sarah war das schon ein großes Ding. )
Das bedeutete für den nächsten Morgen um 5 Uhr aufstehen um 6 Uhr wieder am Strand zu sein. Aber das war kein Problem, da alle Hähne der Siedlung schon 4 Uhr anfingen aus vollster Kehle zu krähen. Danke dafür. Entgegen des kleinen Zweifels ob unser Local wirklich da sein wird, wartete er schon auf seinem Boot auf uns. Ein traditionelles Fischerboot, Jukung genannt, mit dem Taufnamen "Clash of Clans". Wir verließen den Strand und konnten einen traumhaft farbenfrohen Sonnenaufgang bewundern. Erst schien es so als wären wir alleine auf dem Meer aber als die ersten Rückflossen der Delfine aus der Wasseroberfläche stachen, kamen Boote von überall her. Es waren bestimmt um die 80 Stück und das ganze Event glich mehr einer Delfin-Jagd, als einer Beobachtung. Unser Guide hielt sich zum Glück sehr zurück, raste nicht jeder Flosse hinterher und trotzdem kamen die fröhlichen Tiere in unserer Nähe vorbei. Da erfüllten sich einige Kindheitsträume bei uns vier Mädels. Während die anderen Boote fleißig weiter "jagten", fuhr unser Guide mit uns auf das offene Meer und meinte, dass wir erstmal schwimmen gehen können. Das Wasser war wahnsinnig klar und wahrscheinlich endlos tief, und eine echte Erfrischung. Irgendwann begann es, an Armen und Beinen zu nesseln, wir kletterten zurück ins Boot und konnten erkennen, woher das Gefühl kam: hunderte von kleinen, durchsichtigen Quallen umzingelte unser Boot. Das Verrückte an ihnen war, dass sie leuchteten. Wie mit winzigen LED-Ketten versehen blinkten sie in grün und blau vor sich hin. Die Delfine kehrten von der Küste zurück ins offene Meer, wie es unser Guide vorher gesagt hatte und sie kamen direkt zu uns. Sarah und die zwei anderen Mädels durften es sich auf den Auslegern des Jukungs bequem machen, Anne setzte sich als Galionsfigur an die Spitze des Boots und dann waren wir mit den Delfinen auf Augenhöhe. Sie schwammen und tauchten rund um unser Boot. Es war unglaublich diesen Tieren so nah zu sein.
Als die Delfine sich immer weiter von uns entfernt hatten, drehten wir bei und fuhren zurück Richtung Küste zu einem Korallenriff. Das Wasser war so unglaublich klar, dass wir schon vom Boot aus sehen konnten, dass das Riff nicht mehr lebendig war, dennoch tümmelten sich endloch viele bunte Fische herum. Und es gab an diesem Ort keine Quallen, also nichts wie rein da! Neben den schwarz weiß gestreiften neugierigen Fischen gab es auch farbenfrohe Papageienfische und Seesterne. Außerdem war eine Art Memorium unten am Grund angelegt. Wir konnten aber leider nicht herausfinden für wen oder was. Insgesamt waren wir bestimmt 3 oder 4 Stunden unterwegs. Zurück in unserem Haus, packten wir unsere Sachen zusammen und stiegen wieder auf den Roller für die nächste Etappe. Auch an diesem Tag hatten wir knapp 90km vor uns. Unterbrechung gabs am Aling Alin Wasserfall im Secret Garden, der auch noch viele weitere kleinere Wasserfälle umfasste. Mit einem Guide wanderten wir durch den Jungle und kamen bald an die Orte, an denen es erlaubt war zu springen und zu rutschen. Tatsächlich trauten sich Sarah und Sarah B. eine 5m hohe Klippe runter zuspringen und gleich darauf einen 12m hohen Wasserfall runter zurutschen. Der Ausflug in den Secret Garden hatte uns Kräfte gekostet und hinterher mussten wir noch 2,5h bis nach Amed fahren. Es war kein Zuckerschlecken aber wir kamen gegen 18 Uhr endlich in unserer Unterkunft an. Dort gab es eine warme Dusche, einen kurzen Blick auf den Sonnenuntergang und danach endlich Essen. Um kurz vor zehn lagen wir alle erschöpft im Bett.
Am nächsten Morgen wachten Lucia und Anne früh auf (wir waren ja schließlich zeitig ins Bett gegangen) und überlegten sich, dass man den Sonnenaufgang bei ein paar Runden im Pool gut beobachten könnte. Nach einem kleinen Frühstück ging es dann wieder auf die Roller. Die letzte Etappe beinhaltete den Rückweg von Amed nach Sanur über den Pura Lempunyang Luhur, welches einer der ältesten Tempel auf Bali sein soll. Streng genommen gehören zum Pura Lempunyang sieben weitere Tempel, die man bei einer 4-stündigen Wanderung sehen kann. Wir entschieden uns allerdings nur den ersten, Pura Penateran, zu besuchen. Dort war das berühmte Tor zu finden, welches mit Blick zum Vulkan Mount Agung stand. Das erste wirklich Bali-Postkarten-Motiv, wie wir fanden. Drei große Treppen führten zum eigentlichen Tempel. Dort fand gerade eine Zeremonie statt und wir fühlten uns tatsächlich etwas fehl am Platz. Wir zogen also weiter. Die Straßen führten uns über wirklich steile Serpentinen durch die Berge zurück an die Südost-Küste. Den letzten Stopp legten wir beim Taman Tirtagangga ein. Eine Wassertempelanlage, welche fast wie ein lebensgroßes Spielfeld aussieht mit großen, verzierten Platten auf dem Wasser über die man laufen konnte. Bei einem kurzen Mittagessen eröffnete uns Sarah B., dass sie aus familiären Gründen am nächsten Tag nach Deutschland zurück reisen würde. Wir waren alle sehr getroffen und traurig darüber aber bald suchten wir das positive an der Situation: sie könne in ein paar Tagen so viel Käsespätzle essen wie sie will. Mit richtigem Käse!
Auch an diesem Tag fuhren wir über 80km und ihr könnt euch vorstellen, wie erleichtert wir waren als wir endlich in unserem Haus ankamen. Auf dem letzten Kilometer in die Stadt gab es noch einen richitg dicken Stau, der den ein oder anderen Sonnenbrand zur Folge hatte.
Alles in allem war es ein aufregendes und anstrengendes Wochenende, welches sich aber in jeder Hinsicht gelohnt hat, denn wir haben den Facettenreichtum von Bali im Querschnitt erleben dürfen, haben tolle Landschaften gesehen, wir konnten uns Kindheitsträume erfüllen und über unseren Schatten springen.
Nun habt ihr mit all den Worten, Fotos und kleinen Videos hoffentlich einen kleinen Einblick in unser Abenteuer.
Fortsetzung folgt...
Tag 1: Fahrt nach Lovina, die Natur des Nordens, Pura Ulun Danu Beratan Bedugul
Tag 2: Fahrt nach Amed, Delfin-Tour, Aling Aling Waterfall
Tag 3: Fahrt nach Sanur, Pura Lempunyang, Taman Tirtagangga
















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