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Es werden Posts vom 2018 angezeigt.

25. Selamat tinggal, Bali!

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Der große Tag ist gekommen. Er schien so weit weg und doch ist er jetzt da. Wir fliegen heute nach hause. 88 Tage, 12 Wochen, 3 Monate, ein viertel Jahr sind vorbei. Einfach so.  Diese Zeit war wahnsinnig aufregend, wir haben so viel gesehen, haben uns an den Lebensstil der Balinesen fast gewöhnt (manche Dinge bleiben auch nach drei Monaten unverständlich). Wir haben entspannt, wir haben uns regeneriert, wir haben uns getraut, sind über unseren eigenen Schatten gesprungen. Wir haben Ängste überwunden und ein paar neue dazu gewonnen.😅 Wir haben eine Menge gelernt: der menschliche Körper ist sehr resistent. Man stirbt nicht einfach so. Der Mensch kann sich an fast alles gewöhnen. Es ist alles nur halb so schlimm. Auch wenn man komplett nass, dreckig oder/und sandig ist, kann man noch weiterleben. Körperliche Ausscheidungen können so ziemlich jeden Aggregatzustand annehmen und dabei sehr farbenfroh sein.  Und zum Überleben braucht man nicht viel.  Wir haben viel über...

24. Komodo Islands - Die Insel der letzten Drachen

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Gestern Abend kehrten wir von unserem 3-tägigen Ausflug von den Komodo Inseln zurück und wir waren sehr froh, endlich wieder balinesischen Boden unter den Füßen zu haben. Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass unser gewähltes Ausflugsziel nicht ganz so viel Glück, wie wir von den letzten Abenteuern gewohnt waren, für uns bereit hielt. Aber fangen wir von vorn an: Am Mittwoch standen wir furchtbar früh auf um unseren Flug 7:30 Uhr zu bekommen. Der kleine Propellerflieger (eine ATR72-600 - Grüße an Carschti) hob pünktlich ab und setzte uns 1 1/2 Stunden später in Labuan Bajo auf Flores, das touristische Zentrum der Inselgruppe, ab. Wir fuhren in unsere Unterkunft und wurden von einem freundlichen Rezeptionsboy begrüßt, der uns auch instant einen Komodo-Drachen-und-Schnorchel-Daytrip für den nächsten Tag klar machte. Etwas zu teuer für unseren indonesischen Geschmack aber herrjeh. So weit, so gut. Wir durften unser Zimmer in Augenschein nehmen und waren eher negativ überrascht. Abgesehe...

23. Die Gili Inseln - das Paradies der Nichtstuer.

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Nach unserem Ausflug nach Lombok folgten wir dem Rat aller Online-Reiseführer und planten ein paar Tage auf den benachbarten Gili-Inseln. Diese drei dicht beieinander liegenden Inseln sind jeweils gerade mal so groß, dass man sie in zwei Stunden umlaufen hat. Scooter gibt es dort nicht, nur Pferdekutschen und Fahrräder. Wir hatten uns eine kleine Unterkunft auf der größten Insel, Gili Trawangan, gemietet. Die Jungs, die das Hostel betrieben, waren super freundlich, wirkten aber den ganzen Tag irgendwie bekifft. Kein Wunder - auf der Insel gilt das Drogenverbot nicht wirklich und es werden sogar offiziell in Bars und Cafès Magic Mushrooms angeboten. Verrückt. Gili Trawangan entpuppte sich als Touristenhochburg, entlang des Hafens gab es viele westlich angehauchte Cafès, Restaurantes und Bars und wir hörten die Leute hauptsächlich Deutsch, Französisch und Spanisch reden. Um die Insel zu erkunden liehen wir uns ein Fahrrad. Wir fuhren am Strand entlang und passierten eine Strandbar nac...

22. Lombok - Balis kleine Schwester

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Unsere Reisezeit ist in vollem Gange. Die letzten 6 Tage verbrachten wir auf Lombok, einer weiteren Insel ganz in der Nähe Balis. Sie wird auch "Balis kleine Schwester" genannt, weil sie sich in Größe und Beschaffenheit kaum von dem heiß geliebten Touristenziel unterscheidet. Allerdings fühlt sich ein Aufenthalt auf Lombok an wie ein Urlaub, der dir von jemandem beschrieben wird, der vor 10 Jahren auf Bali war. Der Tourismus ist dort zwar angekommen aber ist noch nicht in jeden Winkel gekrochen. Wir haben einiges unternommen, viel gesehen aber komplett unterschätzt, dass Lombok am Ende doch so groß ist wie Bali und dass es doch seine Zeit braucht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu fahren.  Unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus Sarah und Henry, Lucia und Anne, hatte ein kleines Häuschen in Sengiggi, im Nordwesten der Insel, gemietet und von da aus besuchten wir am ersten Tag nach unserer Ankunft das Islamic Center. Im Gegensatz zu Bali ist die hier übliche Religi...

21. Modern. Futuristisch. Nachhaltig. Multikulti. - Singapore!

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Das Arbeitsvisum sollte ablaufen und das bedeuete für uns, dass wir das Land verlassen müssen. Schon wenige Tage nach unserer Ankunft auf Bali entwickelte sich die Schnapsidee: wir umgehen die Bürokratie der neuen Visa-Beantragung und fliegen nach Singapore. 27.04. Am Freitag sollte 9Uhr der Flieger gehen. Total verschlafen waren wir gegen sieben durch alle Pass-und Gepäckkontrollen durch und freuten uns, dass alles so unkompliziert verlief. Wir warteten und warteten und warteten... bis zehn vor neun die Durchsage kam: "your flight has been cancelled." - Na toll, und nun?! Wieder raus aus der Departure-Area, rein in den Flughafen, mit allen anderen zum Check-In-Schalter. Es geht heute noch ein Flug aber erst 17:40 Uhr. Na danke. Wir brauchen euch nich erzählen, dass in den folgenden sieben Stunden alles zur allgemeinen Unzufriedenheit beitrug. Die Zeit verging langsam, aber sie verging und kurz nach 20 Uhr landeten wir auf dem Changi Airport in Singapur, einem der modern...

20. Nur weil Paradies drauf steht, muss noch lange keins drin sein...

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Es gibt ein Thema, dass uns beide seit unserer Ankunft sehr beschäftigt. Wir mussten uns etwas Zeit lassen darüber zu berichten und ein bisschen recherchieren... Leider müssen wir euch mitteilen, dass Bali nicht das Paradies ist, für das es gehalten wird. Aber lasst uns mal von vorn beginnen: Als wir hier ankamen, krachte unser Bild vom Paradies in tausend kleine Stücke zusammen. Noch auf dem Weg vom Flughafen zu unserem Homestay brannte sich ein Gedanke in unsere Köpfe ein: "Wenn die Leute in Deutschland wüssten! Uns geht es ja zu Hause so gut." An den Straßen sahen wir marode Gebäude und riesige Müllhaufen und enorm viele Dreckschleudern waren mit uns auf der Straße unterwegs. Auf unserem ersten Spaziergang entdeckten wir Plastikberge am Straßenrand, in den Abwasserkanälen und in kleinen Wäldchen. Ja selbst am Strand lagen Plastikflaschen, Becher und Verpackungen zwischen Algen und Muscheln. Nur in den Bereichen, wo die gigantischen Hotelanlagen sind, dort ist der Stran...